Vereinbarkeit im Fokus

Zum Internationalen Frauentag 2026 möchten wir das Unsichtbare sichtbar machen – mit einem Fokus auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persönlichen Bedürfnissen. Dabei beleuchten wir insbesondere das Thema Mental Load, das oft unbemerkt Teil dieser Herausforderung ist. Hier findest du wichtige Informationen, praktische Tipps und hilfreiche Ressourcen rund um Vereinbarkeit und Mental Load.

Vereinbarkeit bei der Migros

Die Migros setzt sich dafür ein, dass ihre Mitarbeitenden Beruf, Familie und persönliche Bedürfnisse besser in Einklang bringen können. Flexible Arbeitsmodelle wie Teilzeitarbeit, Homeoffice oder Bogenkarriere schaffen ein unterstützendes Arbeitsumfeld. 

Podiumsdiskussion

Wann: Donnerstag, 5. März 2026 von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Wo: HH-04, Saal 1 (MGB) oder via Livestream
Für wen: Offen für alle Mitarbeitenden

Nach der Podiumsdiskussion laden die Working Parents und die W-Community ein zum Networking-Lunch.

👉 Link zur Anmeldung: https://frauentag.events.migros.ch/

Gäste

  • Torsten Friedrich (CEO Denner)
  • Christina Marschall (Standortleiterin Mitte-Ost-Berner Oberland, ELSA Group)
  • Reto Kron (Senior HR Projektleiter & ehem. HR-Leiter GMLU)
  • Monika Keller (Expert Change Management EIGER & Community Lead Working Parents)
  • Katja Fischer de Santi (Leiterin Content Migros-Gruppe)

Moderation: Isabelle Hauser (Diversity, Equity & Inclusion Migros-Gruppe)

Mental Load: Die unsichtbare Last des Alltags

Ein wichtiges Thema im Kontext von Vereinbarkeit ist Mental Load. Mental Load beschreibt die unsichtbare mentale Belastung durch die Organisation und Koordination von Aufgaben, die im Alltag anfallen. Die Migros möchte nicht nur strukturelle Lösungen im Rahmen von Arbeitsmodellen bieten, sondern auch das Bewusstsein für diese Herausforderung stärken. Dies soll die Vereinbarkeit für alle nachhaltig verbessern.

Mental Load beschreibt die unsichtbare Arbeit, die mit Organisation, Planung und Koordination im Alltag verbunden ist. Ursprünglich wurde der Begriff vor allem im Zusammenhang mit der Organisation des Privatlebens diskutiert, wo er häufig die mentale Belastung von Frauen und Müttern beschreibt. Es geht um die Denkprozesse, die erforderlich sind, um Abläufe im Alltag reibungslos zu gestalten. Bildhaft gesprochen sind es alle Bälle, die jemand jongliert – damit der Alltag reibungslos funktioniert und nichts vergessen geht, müssen alle Bälle stets in der Luft sein.

Auf dieser Seite möchten wir den Begriff Mental Load erweitern und den Transfer auf die Arbeitswelt machen. Denn auch im beruflichen Kontext gibt es viele unsichtbare Aufgaben, die eine erhebliche mentale Belastung darstellen können.

Beispiele:

  • Privat: Einkäufe planen, Arzttermine organisieren, die Bedürfnisse der Familie koordinieren.
  • Arbeitsleben: Deadlines überwachen, Aufgaben delegieren, Konflikte im Team lösen, Geburtstagskarten organisieren. 

Mental Load kann jede Person betreffen. Überall, wo jemand organisiert, koordiniert oder emotional mitdenkt. Einige Gruppen sind jedoch oft stärker davon belastet, zum Beispiel Alleinerziehende, Eltern mit wenig Unterstützung und besonders Mütter und Frauen, die häufiger Care-Arbeit übernehmen. Wenn wir offen über gedankliche Belastungen und Mental Load sprechen, können wir besser erkennen, wer belastet ist, und Verantwortung fairer verteilen.

Welche Konsequenzen hat Mental Load?

Gesundheitliche Folgen

Ein gewisses Mass an mentaler Belastung ist völlig normal und gehört zum Alltag. Sie unterstützt unsere Fähigkeit, Herausforderungen zu meistern und ist in der Regel gut zu bewältigen. Eine übermässige mentale Belastung kann jedoch unsere geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, indem sie die Konzentration, das Arbeitsgedächtnis und die Problemlösungsfähigkeit einschränkt. Man spricht dann auch von "Mental Overload".

Typische Symptome von Mental Overload sind:

  • Permanente Müdigkeit
  • Gereiztheit oder emotionale Instabilität
  • Innere Unruhe und Überforderung
  • Schlafprobleme
  • Körperliche Beschwerden, wie chronische Schmerzen oder Verspannungen
Auswirkungen auf die Karriere

Es gibt eine einseitige Verteilung von Mental Load. Eine Umfrage der Boston Consulting Group mit 6.500 Beschäftigten in 14 Ländern hat festgestellt, dass Frauen überwiegend zeitkritische und häufige Haushaltsaufgaben wie Kinder abholen und ins Bett bringen oder Essen zubereiten übernehmen – auch bei Vollzeitberufstätigkeit beider Partner. Männer nutzen die dadurch gewonnene Zeit für Karriereförderung, Erholung oder Weiterbildung. Frauen können solche karriere- und gesundheitsförderlichen Freiräume seltener einfordern. 

Obwohl das Thema alle Geschlechter betrifft, sind demnach immer noch häufig Frauen stärker davon betroffen, was neben gesundheitlichen auch karrierehemmende Folgen haben kann. 

Exkurs: Ein paar Fakten aus Schweizer Haushalten
  • Bei knapp 70% der Paare mit Kindern wird die Hausarbeit hauptsächlich von der Frau erledigt. Nur bei 5% ist hauptsächlich der Mann zuständig.
  • Typischerweise übernehmen Frauen Aufgaben wie Putzen, Kochen sowie das Organisieren von Geschenken und Mitbringseln für Freunde und Verwandte.
  • Etwa ein Sechstel der Frauen und ein Zehntel der Männer mit Kindern unter 25 Jahren im Haushalt fühlen sich meistens oder immer überlastet.

Quelle

Welche Tipps helfen im Umgang mit Mental Load?

Erkenne deine eigene Belastung

Achte bewusst darauf, welche Aufgaben, Gedanken und Verantwortungen du mit dir trägst. Wenn du schwer abschalten kannst, ständig „im Kopf planst“ oder häufig erschöpft bist, kann das ein Hinweis auf Mental Load sein.

Mach deine Aufgaben sichtbar

Schreibe auf, welche sichtbaren und unsichtbaren Aufgaben du täglich erledigst – beruflich wie privat. So wird klarer, wo deine Belastung entsteht und was delegiert oder vereinfacht werden kann.

Sprich darüber

Erkläre Personen in deinem Umfeld, seien es Partner*in oder Kolleg*innen, welche Aufgaben du mental bewältigst und wie sie dich belasten. Das Sichtbarmachen kann helfen, Verständnis zu schaffen und etwas an der Situation zu ändern. Gemeinsam könnt ihr Aufgaben entsprechend Stärken und Verfügbarkeiten aufteilen und regelmässig abstimmen.

Plane Pausen bewusst ein

Nimm dir kurze und längere Pausen – gerade dann, wenn viel ansteht. Kleine Erholungseinheiten reduzieren nachweislich mentale Belastung.

Hol dir Unterstützung

Wenn dein Mental Load über längere Zeit zu hoch ist, wende dich frühzeitig an deine Führungskraft, HR oder eine Vertrauensperson. Unterstützung anzunehmen ist ein wichtiger Schritt, um Überlastung zu vermeiden.

Interessiert? Vertiefe dich zu Mental Load!

Lass uns gemeinsam die unsichtbare Arbeit sichtbar machen. Teile unsere Tipps mit deinen Kolleg*innen und Freund*innen und fange an, über Mental Load zu sprechen!

Weitere Ressourcen

Stärke deine Gesundheit und dein Wohlbefinden

Die Klubschule bietet dir ein vielfältiges Angebot, das deine Sinne belebt: Geniesse kulinarische Erlebnisse in unseren Kochkursen, finde innere Ruhe und Selbstvertrauen durch Entspannung und Stressbewältigung oder bringe dich mit kräftigenden Sport- und Fitnesskursen in Form. Entdecke auch die flexiblen Gesundheits-Abonnemente, mit denen du deinem Alltag angepasst trainieren kannst.  

Viele Migros-Unternehmen übernehmen die Kurskosten bzw. erstatten diese teilweise zurück. Für weitere Informationen wende dich bitte an deinen Arbeitgeber.​​​​​

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