Lehrberuf
Medizinische Praxisassistent*innen empfangen und betreuen Patientinnen und Patienten in Arztpraxen. Sie assistieren Ärztinnen und Ärzten, indem sie Verbände anlegen, Blut abnehmen und Injektionen verabreichen. Ausserdem führen sie Labor- und Röntgenuntersuchungen durch. Darüber hinaus gehört eine Vielzahl administrativer Aufgaben zu ihrem Arbeitsbereich. Darunter fallen zum Beispiel Terminvereinbarungen, Abrechnungen und die Verwaltung von Krankenakten.
Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Dementsprechend gibt es eine Vielzahl von Berufen, in denen Menschen mit gesundheitlichen Problemen geholfen werden kann – zum Glück! Besonders konkrete Hilfe leisten Medizinische Praxisassistent*innen. Sagen wir es, wie es ist: Ärztinnen und Ärzte wären ohne sie völlig aufgeschmissen. Medizinische Praxisassistent*innen übernehmen nicht nur jede Menge Arbeiten am Patienten, sondern auch administrative Tätigkeiten aller Art. Damit halten sie den Ärzten den Rücken frei. So kann es vielen kranken Menschen rasch wieder besser gehen. Gibt es eine sinnvollere Aufgabe?
Im Umgang mit Patientinnen und Patienten braucht es ein gepflegtes Erscheinungsbild sowie ein sicheres und höfliches Auftreten. Du solltest freundlich, geduldig und einfühlsam sein. Absolute Verschwiegenheit ist ein Muss. Idealerweise interessierst du dich für medizinische Themen und zeigst gute Leistungen in den Fächern Biologie, Chemie und Physik. Perfekt, wenn du darüber hinaus auch noch ein Organisationstalent bist. Und bitte vergiss nicht, dass die Arbeit mit kranken Menschen psychisch nicht immer einfach ist. Du solltest also eine gewisse seelische Belastbarkeit mitbringen.
Als Medizinische*r Praxisassistent*in bereitest du ärztliche Eingriffe vor und nach, beispielsweise indem du Untersuchungsinstrumente sterilisierst. Während des Eingriffs stehst du dem Arzt bzw. der Ärztin unterstützend zur Seite und reichst ihm oder ihr Hilfsmittel an. Du verabreichst Injektionen, legst Verbände an, röntgst Bruchstellen und misst den Blutdruck. Im Labor untersuchst du Blut-, Urin- und Stuhlproben. Hier arbeitest du mit verschiedenen medizinischen Apparaten wie zum Beispiel hochauflösenden Mikroskopen. Bei Notfällen musst du auch mal Erste Hilfe leisten – und gegebenenfalls Überstunden machen.
Darüber hinaus bist du als Medizinische*r Praxisassistent*in eng in die Organisation der Praxis eingebunden. Du telefonierst mit Patientinnen und Patienten, vereinbarst Termine und koordinierst Krankenakten. Ausserdem verwaltest du das Materiallager: Du sorgst dafür, dass immer genügend Medikamente, Desinfektionsmittel und Verbandsmaterialien vorhanden sind. Während der ärztlichen Sprechstunde bist du für die Patientinnen und Patienten stets der erste Ansprechpartner bzw. die erste Ansprechpartnerin.
Medizinische*r Praxisassistent*in ist ein angesehener und zukunftsfähiger Beruf. In der Schweiz herrscht derzeit ein Mangel an Praxisassistentinnen und -assistenten. Um deinen beruflichen Werdegang brauchst du dir also keine Sorgen zu machen. Mit einer Spezialisierung, beispielsweise im Bereich Röntgentechnik oder Labordiagnostik, kannst du dein Profil weiter schärfen. Auch ein Studium ist möglich. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Bachelor an einer Fachhochschule? Denkbare Studiengänge sind Gesundheitspädagogik, Physiotherapie oder Ergotherapie.